kommunikationsdesignerin m.a.

Das Privileg fremd zu bleiben fördert die Entstehung von Parallelgesellschaften.

Eine theoretische und praktische Auseinandersetzung mit der Existenz und Problematik von Randgruppen im oberen Segment der Gesellschaft. Abschottung, Eingrenzung, Parallelgesellschaften, Isolation, Mauern und Grenzen sowie die Frage nach Heimat sind einige Schlagworte, die das Thema meiner Abschlussarbeit beschreiben. 

 

Konfrontation. Provokation. 

Streifzüge durch das Umland von Düsseldorf. 

Damit beschäftige ich mich in meiner Bachelorarbeit sowohl auf fotografischer als auch auf textlicher Ebene. Der Arbeit liegt eine detaillierte Recherch über das Bestehen und die Problematik von Randgruppen, sowie dem Willen der Menschen Mauern zu errichten, zugrunde. Das entstandene Buch im Format 17×24 soll den vermeintlichen “Rand” und dessen Definition in ein ungewohntes bzw. anderes Licht rücken und ihm eine andere Perspektive verleihen. Die Bildsprache ist dabei sehr neutral und unvoreingenommen.

Erst durch das Zusammenspiel von Zitaten, Interviews und Fotos kommt es zu der von mir beschriebenen, provokativen Aussage. In den einzelnen Kapiteln befindet sich der Betrachter in unterschiedlichen Vierteln und Themengebieten, die durch passende Trennseiten eingeleitet werden. Auch das Thema der sogenannten Nicht-Orte (Nicht-Orte nach Marc Augé) und deren Anonymität wird innerhalb der Arbeit thematisiert. Durch das offene Gestaltungsraster innerhalb des Buches ist ein variabler Umgang mit den Fotografien möglich. Insgesamt ist die Gestaltung sehr laut uns soll dem Betrachter schonungslos Gegenüber treten.

 

"Das vorliegende Buch soll eine Thematik beleuchten, die in der gesellschaftlichen Diskussion zu wenig Raum bekommt. Es soll zusammenfassen, darstellen, kommentieren und vor allem eins sein, eine Konfrontation mit dem Thema und sich selbst." – Annika

 

"Ein einzelner Mensch kann einer Zeit nicht helfen oder sie retten, er kann nur ausdrücken, dass sie untergeht."  – Kierkegaard

 

Betreut von Dipl. Des. Nina Ditscheid und Gerhard Schröder

Abschlussarbeit, HSD WS 16/17